Zum ersten Mal nach den schweren Kontaktbeschränkungen besuchte eine Abordnung der CDU die inzwischen 5 Jahre alte Polizeistation in Butzbach. Erklärtes Ziel der Union ist es stets die öffentliche Sicherheit und Ordnung graduell zu verbessern. So galt es erneut, dem Freund und Helfer des Bürgers einen Besuch abzustatten und sich in puncto Butzbacher Sicherheitslage und -gefühl „up to date“ zu halten.
Beim Rundgang durch das gut durchdachte und beispielhafte Polizeigebäude ,wurden die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten der Räumlichkeiten reichlich erklärt. Die Einflüsse von anderen Polizeistellen und aus der Justiz, sowie Hilfestellungen durch die Public-Private-Partnership, wurden auch erläutert. Kurze und logische Wege, ausreichend Platz für die Arbeit mit Bürgern, sowie dynamisch anpassbare Umkleiden, sind exemplarische Verbesserungen gegenüber den alten Polizeistationen in Butzbach. Auch Synergieeffekte durch die Zusammenlegung der Polizeistation und Polizeiautobahnstation wurden erwähnt. Schutz, Lageräume sowie Multifunktionalität für komplexe Sicherheitslagen und -ereignisse wurden im neuen Gebäude stark optimiert. Deshalb ist das neue Konzept mit beiden Polizeidienststellen eine Lösung, die nicht nur unser Sicherheitsempfinden steigert, sondern eine richtige und wichtige Investition in die Zukunft ist.
Das Gebäude allein sorgt jedoch nicht für die Sicherheit Butzbacher Stadtgebiete bzw. auf hessischen Autobahnen. Durch eine relativ geringe Delinquentzrate ist die Zahl der Beamten zwar gerade ausreichend, lässt aber trotzdem Luft nach oben. Die konkrete Gefahrensituation kann durchaus mehr Personal erfordern. Gerade im Notfall und in besonderen Gefahrenlagen muss man schnell vor Ort und stets handlungsfähig sein. Auch die Polizeipräsenz auf der Straße ist nie verkehrt, so erinnern zusätzliche Streifen doch an das Vorhandensein der Polizei und stärken das Vertrauen in den Rechtsstaat, was letztlich zum gesteigerten Sicherheitsgefühl der Butzbacher Bürger sorgt. Gerade die bekannten Schwerpunkte (u.a. an der Griedeler Straße) können so besser beleuchtet werden. „Unser CDU-Innenminister Beuth kann zwar den Erfolg eines Anstiegs von mehr als 1500 neuen Stellen und einer sichtbar guten Karriereoffensive verzeichnen. Aber darf man nicht nur den Großraum Frankfurt betrachten. Gerade Butzbach, als wachsende Stadt, wird in absehbarer Zeit ein größeres Sicherheitsbedürfnis haben!“, schlussfolgert der CDU-Chef Stefan Euler.
Denn mit wachsender Bürgeranzahl, dem zunehmenden Einfluss des Anschlusses an das Rhein-Main Gebiet, und damit Verschiebung von sozialen Herausforderungen in Richtung Butzbach, sowie dem größer werdenden Versorgungsgebiets der Polizei, muss hier vorausschauend gehandelt werden. Bei der innerörtlichen Überwachung des Schwerlastverkehrs, und vor allem des nächtlichen Durchfahrtsverbotes, haben die Beamten einen Schwerpunkt ausgemacht. Anwohner haben eine große Last zu tragen. Der Rest der Bevölkerung ärgert sich über die steigende Belastung durch Instandsetzungsmaßnahmen an den Straßen und kann ab 22 Uhr nur ungläubig zuschauen. Derzeit bedeutet dies für die Polizei zeit- und personalaufwendige Einzelkontrollen jedes einzelnen LKWs obwohl technische Mittel bereits greifbar sind. „Allgemein muss die Politik bei diesem Thema endlich in den Arbeitsmodus kommen und Möglichkeiten präsentieren. Nur von einer weiteren zeitlichen Einschränkung werden sich die schwarzen Schafe der Logistikbranche nicht abhalten lassen und Butzbach bleibt eine Rennstrecke für den überregionalen Verkehr.“, bemerkt der CDU-Vorsitzender Euler. Denn schon in der letzten Legislaturperiode waren Systeme vorhanden, welche zielgerichtet Schwerlastverkehr und auch Raser auf der nächtlichen B3 blitzen. Durch neue intelligente Blitzer werden die Umrisse des Fahrzeugs gescannt und der LKW wird entsprechend erkannt. Diese Blitzerbilder können dann im Ordnungsamt ausgewertet und die Anzeige infolgedessen entsprechend gefertigt werden. Hinzuweisen ist an dieser Stelle vor allem auf den mittelbaren Effekt eines solchen Blitzers. diese Umsetzung des Durchfahrverbots sollte sich in der Branche umgehend herumsprechen., So könnte das Problem des nächtlichen LKW-Verkehrs innerhalb weniger Wochen womöglich vollends gelöst sein. Ähnliche Beispiele existieren bereits und sind in anderen Städten erfolgreich. Dazu muss man Durchfahrtsverbot an dieser bestimmten Stelle auch für Lieferverkehr einschränken, oder die Rahmenbedingungen für die Kontrolle des legalen LKW-Verkehrs in der Nacht klären.

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